Was ist freie Software und warum sollten wir diese nutzen?

Freie Software (freiheitsgewährende Software, englisch free software oder auch libre software) bezeichnet Software, welche die Freiheit von Computernutzern in den Mittelpunkt stellt. Freie Software wird dadurch definiert, dass ein Nutzer mit dem Empfang der Software die Nutzungsrechte mitempfängt und diese ihm nicht vorenthalten oder beschränkt werden.

Insbesondere bedeutet es,

  • die Freiheit der Kontrolle über die Software (und zwar uneingeschränkte Freiheit der Kontrolle und Unabhängigkeit durch Erhalt des genauen Quellcodes, um Analysen und Änderungen der Software zu erlauben,
  • die soziale Freiheit der Kollaboration, um aktiv mit beliebigen anderen Nutzern und Entwicklern kooperieren zu können (die Software darf kopiert und weitergegeben werden, im Original oder mit Veränderung).
  • Man darf hinsichtlich der Software wahlweise kommerzielle Tätigkeiten anbieten (Softwareanpassungen, Wartungsverträge, Support, Service- und Garantieleistungen usw.).[5] Gewünschte Analyse und Änderungen (siehe Freiheit der Kontrolle) darf wegen gewährter Kollaboration von jedem – auch unabhängigen Dritten seiner eigenen Wahl – durchgeführt werden.

Durch diese Freiheitsrechte wird es dem Nutzer erlaubt, Eigenkontrolle und Privatsphäre[6] über die Software und die eigene Datenverarbeitung zu haben oder Teil einer (öffentlichen oder eigenen[Anm. 4]) Gruppe von Nutzern (Gemeinschaft) zu werden, welche die Software kontrollieren (Kollaboration ist möglich) und für sich nutzen.

Dies steht im Gegensatz zu proprietärer Software (freiheitsentziehender Software), bei der die Entwickler und Distributoren der Software den Endnutzern die genannten Freiheitsrechte explizit entziehen, beispielsweise durch absichtliche Nicht-Auslieferung von Quelltext oder Verbote und Einschränkungen per Vertragsregelungen oder Geheimhaltungsvertrag.